Im Jahre 2004 gründete Frau Friedel Heyde, eine geborene
Freienwalderin, die heute in Hamburg lebt, in Bad Freienwalde
eine Stiftung bürgerlichen Rechts. Die Stiftung heißt nach ihrem
verstorbenen Bruder „Albert Heyde Stiftung“ und verfolgt den
Zweck, die natur- und kulturgeschichtliche Bedeutung des
Oderbruchs sowie die Geschichte der Kur- und Badestadt
Bad Freienwalde (Oder) durch geeignete Maßnahmen bekannt
zu machen und die Heimatverbundenheit durch Präsentation des
heimatlichen Kulturgutes zu fördern. Eine zentrale Rolle
spielt bei dieser Zweckbestimmung das Oderlandmuseum, dessen
Arbeit durch diese Stiftung wesentlich unterstützt und
gefördert wird.
Die 1921 geborene Stifterin stammt aus einer alten und
angesehenen Freienwalder Familie und möchte mit ihrem Engagement
den 1945 in einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager
gestorbenen Bruder ehren. Da Albert Heyde neben fünf Töchtern der einzige
Sohn der Familie war, hätte er der Familientradition und dem
Geist des Vaters entsprechend weiter zum Nutzen seiner
Heimatstadt gewirkt. Sein früher Tod hat ihn daran gehindert, so
dass sich nunmehr Frau Heyde anstelle ihres Bruders in dieser
Verantwortung sieht.
Foto: Die Stifterin Friedel Heyde an der
Familiengrabstätte auf dem Bad Freienwalder Friedhof im
September 2005
Die Stiftung wird vom Kurator und von einem Stiftungsrat
geführt. Kurator ist von Stiftungsgründung an Herr Dr. Reinhard
Schmook. Dem Stiftungsrat gehören als Vorsitzender Herr
Hans-Peter Trömel, als „geborenes“ Mitglied Herr Bürgermeister
Ralf Lehmann und Herr Reinhard Kampmann, Vorstandsmitglied der
Sparkasse Märkisch-Oderland, an.
Die Albert Heyde Stiftung hat in den ersten fünf Jahren ihres
Bestehens schon einiges zu Wege gebracht. So nahm sie im Rahmen
von Depositarverträgen mit der Stadt Bad Freienwalde und dem
Deichhaus wertvolle Quellenmaterialien zur Geschichte unserer
Heimat in ihre Obhut. Mit Stiftungsmitteln, durch Spenden sowie
durch Finanzierungshilfen der Stifterin konnten eine Reihe
wertvoller Sammlungsgegenstände erworben werden, die sowohl in
der Ausstellung des Oderlandmuseums als auch des Schlosses
gezeigt werden.
Foto: Von der Stiftung erworbener Freienwalder
Andenkenpokal aus rotem Kristallglas mit Cöthener Motiven,
um 1890, ausgestellt im Oderlandmuseum
Kontakt:
Albert Heyde Stiftung, Kurator Dr. Reinhard Schmook,
Karl-Marx-Straße 1, 16259 Bad Freienwalde (Oder), Tel.
03344/3407, Fax: 03344/300518, E-Mail: oderlandmuseum@kulturmol.de